Daniel Gibisch – Gründer & Geschäftsführer, Little Lunch

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Daniel Gibisch, hier rechts im Bild zusammen mit seinem Bruder Denis, ist Gründer und Geschäftsführer der littlelunch GmbH. Das Startup für gesunde Bio-Suppen wurde bekannt durch die TV Show “Die Höhle der Löwen”. Little Lunch ist das bisher erfolgreichste Startup der Show.

MANAGERS WAY: Mit welchen drei Worten würden Sie sich selbst beschreiben?

Daniel Gibisch: Meine Freunde und Mitarbeiter würden vermutlich diese drei Worte für mich wählen: Ich. bin. ungeduldig. Spaß beiseite – ich reagiere und handle oft impulsiv aber ich würde mich auch als begeisterungsfähig und risikofreudig beschreiben.

Was war Ihr Traumberuf als Kind?

Pilot. Die fand ich als Kind und Jugendlicher einfach cool. Da mein Vater selbstständig war, kam dann auch früh der Wunsch, selbst mal mein eigener Chef zu sein.

Warum haben Sie Ihren jetzigen Beruf gewählt und sich für ein Food-Startup entschieden?

Eine Firma zu gründen war immer ein Traum von mir und meinem Bruder. Dass es ein Food-Startup wird, war so gar nicht unbedingt geplant. Wir wollten mit einem eigenen Unternehmen die Lösung für ein Problem liefern und haben dann festgestellt, dass wir selbst jeden Tag im Büro vor der gleichen Frage stehen: “Was essen wir heute Mittag?”
Nachdem wir recherchiert hatten, dass jeder Deutsche im Schnitt 100 Teller Suppe pro Jahr isst, war klar: Wir machen leckere Bio-Suppe im Glas und bieten damit DIE Lösung für das Mittags-Problem. Hätten wir vorher geahnt, wie viele Hürden im Lebensmittelbereich auf uns zukommen, hätten wir es vermutlich nie gewagt. Jetzt sind wir natürlich froh, dass wir es getan haben.

Gab es Zeiten, an denen Sie an Ihnen als Unternehmer gezweifelt haben?

Es gibt definitiv die ein oder andere Entscheidung, die ich rückblickend anders treffen würde, aber an mir als Unternehmer habe ich deshalb nicht unbedingt gezweifelt. Auch wenn es hin und wieder mal schwierige Situationen gibt, sehe ich das eher als Herausforderung. Wenn alles nach Plan läuft neige ich schnell dazu mich zu langweilen, deshalb brauche ich die Herausforderung auch.

Welche Eigenschaften sind am wichtigsten, um beruflich erfolgreich zu sein?

Eine gute Portion Risikobereitschaft ist meiner Meinung nach genauso wichtig wie die “Hummeln im Hintern” – d.h. immer Ausschau nach neuen Möglichkeiten und Weiterentwicklungspotenzial zu halten. Und: Mit Herzblut bei der Sache sein. Nur wer zu 100% hinter seiner eigenen Idee steht, kann erfolgreich sein.

Weniger eine Eigenschaft, aber trotzdem unglaublich wichtig um erfolgreich zu sein: Mitarbeiter. Vor allem Mitarbeiter, die Dinge besser können als man selbst. Dafür wiederum sollte man gut darin sein, Aufgaben und Verantwortung abzugeben.

Welches Buch oder welche Person hat Sie am meisten beeinflusst und warum?

Kein bestimmtes Buch und auch keine bestimmte Person aber ich habe irgendwann angefangen, nahezu jeden verfügbaren Business und Marketing Newsletter zu abonnieren, um täglich neuen Input zu bekommen. Unterwegs und zum Einschlafen hör ich gerne Podcasts, wie z.B. OMR.

Was war das größte Erfolgserlebnis, das Sie bisher hatten?

Mein größtes Erfolgserlebnis bisher war, unsere eigenen Produkte im Supermarkt stehen zu sehen. Es war schon ein krasses Gefühl, als unsere Suppen bei meinem Lieblingssupermarkt Zuhause um die Ecke im Regal standen aber als ich sie dann auf einer Geschäftsreise irgendwo in Norddeutschland zufällig im Supermarkt entdeckt habe, konnte ich es erst so richtig realisieren.

Welche Marketing-Tools sind, aus Ihrer Sicht, die effektivsten, um ein Unternehmen erfolgreich am Markt zu positionieren?

Meiner Meinung nach funktioniert an erster Stelle das Produkt selbst als Marketing Tool. Wenn du ein Produkt hast, das ein Problem löst vermarktet es sich wesentlich leichter als ein Produkt, bei dem du den Kunden erstmal den Nutzen verkaufen musst. Je besser das Produkt, desto erfolgreicher sind alle anderen klassischen Marketing Maßnahmen wie Social Media etc.

Gibt es noch berufliche Ziele, die Sie erreichen möchten?

Gute Frage. Aus aktueller Sicht habe ich schon mehr erreicht, als ich mir vor ein paar Jahren noch erträumt hätte. Mein Kopf ist allerdings immer noch voller neuer Ideen – die eine oder andere davon möchte ich unbedingt noch realisieren.


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