Thomas Mack – Geschfd. Gesellschafter, Europa-Park

thomas mack europa park

Thomas Mack ist geschäftsführender Gesellschafter im Europa-Park in Rust. Der Europa-Park ist der meistbesuchte Freizeitpark im deutschsprachigen Raum und hatte im Jahr 2019 über 5,7 Millionen Besucher.

In unserem Karriere-Interview spricht Thomas Mack über seine Ausbildung, die Anfänge des Familienunternehmens und seinen beruflich wichtigsten Moment.



MANAGERS WAY: Mit welchen drei Worten würden Sie sich selbst beschreiben?

Thomas Mack: Familiensinn, Kreativität, Zuverlässigkeit

Waren Sie ein guter Schüler und was war Ihr Traumberuf während der Schulzeit?

Für mich war früh klar, dass ich in unser Familienunternehmen einsteigen und dies weiterführen möchte. So habe ich bereits in der Jugend gezielt darauf hingearbeitet und erste Erfahrungen in unterschiedlichen Bereichen des Europa-Park gesammelt. Mit meinem Studium an der Hotelfachschule in Luzern konnte ich meine beruflichen wie privaten Interessen ideal verbinden. Für die Führung und den Ausbau des Europa-Park Hotel Resorts war die Ausbildung die perfekte Wahl. Zugleich hat sie mir ermöglicht, meiner Leidenschaft für gutes Essen nachzugehen und kreative Gastronomiekonzepte umzusetzen.

Was begeistert Sie am meisten an Ihrer jetzigen Tätigkeit?

Mein Aufgabengebiet als geschäftsführender Gesellschafter des Europa-Park ist sehr abwechslungsreich. Kein Tag ist wie der andere und es kommt nie Langeweile auf. Als Dienstleister ist es mir wichtig, immer nah an den Gästen und für Feedback jeglicher Art offen zu sein. Glücklicherweise fällt dies in aller Regel sehr positiv aus und bestärkt uns in unserer täglichen Arbeit.



Gab es Entscheidungen in Ihrer bisherigen Karriere, die Sie heute anders treffen würden?

Als Familienunternehmen in der achten Generation treffen wir wichtige Entscheidungen gemeinsam. Auch wenn wir vielleicht nicht immer sofort einer Meinung sind, hat dies viele Vorteile. Wir betrachten die Dinge aus unterschiedlichen Perspektiven und die Verantwortung ist auf mehrere Schultern verteilt. Das schützt vor einem übereilten Vorgehen oder möglichen Fehlentscheidungen.

Nichtsdestotrotz gab es mit Blick auf meine Verantwortungsbereiche sicherlich schon einmal die Situation, dass ich im Nachhinein zu dem Schluss gekommen bin, etwas beim nächsten Mal anders zu machen. Ich denke, das gehört dazu und man lernt auch nie aus. Da ich prinzipiell aber sehr überlegt handle und Entscheidungen gut abwäge, ist das jedoch eher die Seltenheit.

Welche Eigenschaften sind am wichtigsten, um beruflich erfolgreich zu sein?

Tatsächlich wusste ich schon früh, dass ich in unserem Familienunternehmen mitwirken und es in die nächste Generation führen möchte. Dieses Ziel habe ich konsequent verfolgt. Dabei habe ich das Glück, heute viel Gestaltungsspielraum zu haben und eigene Ideen verwirklichen zu können. Neben einer klaren Vision braucht es dafür unter anderem die nötige Leidenschaft, ein gutes Durchhaltevermögen und natürlich ein starkes Team.

Ein Beispiel hierfür ist die Eröffnung unseres 2-Sterne Restaurants „Ammolite – The Lighthouse Restaurant“ im Jahr 2012. Nicht alle waren von Beginn an von einem Spitzenrestaurant in einem Freizeitpark überzeugt. Umso mehr freue ich mich gemeinsam mit allen Beteiligten, dass sich unsere Anstrengungen auszahlen und uns der Erfolg recht gibt. Erst kürzlich sind unser Küchenchef Peter Hagen-Wiest und sein Team von dem Fachmagazin „Der Feinschmecker“ zum „Restaurant des Jahres“ gekürt worden.

Welches Buch oder welche Person hat Sie am meisten beeinflusst und warum?

Während einer Reise durch die USA sind mein Großvater Franz und mein Vater Roland Mack (Amazon Partner-Link) 1972 auf die Idee gekommen, einen eigenen Freizeitpark mit einem Unterhaltungsangebot für alle Altersklassen zu eröffnen. Dieser sollte zugleich als Ausstellungsfläche für die von unserem Mutterbetrieb Mack Rides in Waldkirch hergestellten Produkte dienen, damit potentielle Kunden sehen können, wie die Fahrgeschäfte in der Praxis laufen.



Allen anfänglichen Skeptikern zum Trotz haben sie nach vielen Herausforderungen 1975 den Europa-Park eröffnet, der heute das zweitbeliebteste Tourismusziel der Nation ist und jährlich über 5,7 Millionen Gäste aus aller Welt begeistert. Was mich an dieser Geschichte sowie in zahlreichen anderen Momenten mit meinem Opa und meinem Vater beeindruckt, sind ihre unbändige Leidenschaft, ihr unternehmerischer Mut sowie ihre verantwortungsvolle Weitsicht.

Welcher Moment war einer der wichtigsten in Ihrer beruflichen Laufbahn?

Auch wenn ich schon einige Jahre in unserem Familienunternehmen tätig bin, war es 2016 etwas ganz Besonderes, zum geschäftsführenden Gesellschafter ernannt zu werden und den Europa-Park gemeinsam mit meinem Vater Roland, meinem Onkel Jürgen sowie meinem Bruder Michael Mack zu leiten. Inzwischen ist auch meine jüngere Schwester Ann-Kathrin als Prokuristin im Unternehmen tätig und verantwortet die Bereiche Mack Solutions sowie Deko & Gestaltung. Nachdem meinen Geschwistern und mir im Februar bereits die besondere Ehre zuteilwurde, von der „ahgz“ gemeinsam als „Hotelier des Jahres“ ausgezeichnet zu werden, durfte ich mich im September zusätzlich über den „FIZZZ Award 2020“ als „Erfolgsgastronom des Jahres“ freuen. Zwei wirklich besondere Preise.

Haben Sie bestimmte Rituale oder Gewohnheiten, um sich immer wieder neu zu motivieren?

Es gibt nichts Schöneres für mich, als Zeit mit meiner Frau und meinen beiden Söhnen zu verbringen. Die Begeisterungsfähigkeit und Neugier unserer Jungs lässt mich selbst manchmal wieder zum Kind werden und die Welt aus ihren Augen sehen. Bei neuen Familienattraktionen im Europa-Park sind sie häufig die ersten Testpersonen. Auf ihr kindlich, ehrliches Urteil ist dabei Verlass. Sie zu überzeugen, ist ein riesen Ansporn.

Zudem stehen wir in engem Kontakt zu unseren kleinen und großen Besuchern. Zu sehen, dass die Familien getreu unserem Motto „Zeit.Gemeinsam.Erleben“ unvergessliche Momente miteinander teilen und mit einem Strahlen nach Hause gehen, ist jeden Tag wieder die beste Motivation der Welt.




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Welche Marketing-Tools sind die effektivsten, um ein Unternehmen erfolgreich am Markt zu positionieren?

Wir haben eine große Marketing-, Sales- und Digitalabteilung, zu der unter anderem die Bereiche Digital & Research, MackMedia, Sales sowie Kooperationen und Presse gehören. Für mich ist allgemein nicht der Einsatz eines einzelnen Marketing-Tools erfolgsentscheidend, sondern ihr gutes Zusammenspiel.

Gibt es noch berufliche Ziele, die Sie erreichen möchten oder Projekte, die Ihnen am Herzen liegen?

Mein Bruder Michael, meine Schwester Ann-Kathrin und ich gehören zur achten Generation unseres Familienunternehmens. Wir alle haben Nachwuchs und möchten den Europa-Park unbedingt eines Tages ebenfalls in die Hände unserer Kinder übergeben können. Dieses langfristige Denken über Generationen hinweg prägt unser unternehmerisches Handeln.


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