Ralf Dümmel – Geschäftsführer, DS Produkte

Ralf Dümmel DS Produkte

Ralf Dümmel ist Geschäftsführer von DS Produkte und wurde deutschlandweit bekannt als Investor der VOX-Gründershow “Die Höhle der Löwen”. In unserem Karriere-Interview spricht Ralf Dümmel über seine Vorbilder, seinen beruflich wichtigsten Moment und über Zielsetzung und Motivation.


MANAGERS WAY: Mit welchen drei Worten würden Sie sich selbst beschreiben?

Ralf Dümmel: Ich bin Ralf. Nein, Spaß bei Seite. Mir fällt es ja eher schwer, mich mit wenigen Worten zu beschreiben und ich rede auch gar nicht so gerne über mich selbst. Aber ich versuche es einmal: humorvoll, zielstrebig und positiv.

Waren Sie ein guter Schüler? Und was war ihr Traumberuf während der Schulzeit?

Ich war überhaupt kein Musterschüler und habe meine Zeit lieber auf dem Bolzplatz verbracht. Als Kind wollte ich Lkw-Fahrer werden, denn an den Raststätten sah ich immer, dass die Fahrer fernsehen konnten. Da dachte als kleiner Junge: „Fernsehen und LKW fahren – was für ein Traumjob.“ Mir war damals natürlich nicht klar, dass Lkw-Fahrer einen wirklich harten Job haben. Heute habe ich den allergrößten Respekt vor diesem Job.

Was begeistert Sie am meisten an Ihrer jetzigen Tätigkeit?

Ich liebe meinen Job einfach. Ich freue mich jeden Morgen darauf, dass ich ins Büro fahren kann, mit meinem großartigen Team und den vielen Gründerinnen und Gründern zusammenarbeiten darf.

Welche konkrete Entscheidung aus Ihrer bisherigen Karriere würden Sie heute anders treffen?

Ich würde keine Entscheidung anders treffen. Es gehört zum Leben dazu, dass man nicht immer nur die richtigen Entscheidungen trifft. Den letzten „Fehler“ habe ich wahrscheinlich vor ein paar Minuten gemacht. Aber wer viel arbeitet, macht Fehler, denn niemand ist fehlerfrei. Wichtig ist ja, was man aus den Fehlern lernt und wie man sie künftig vermeidet.



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Welche Eigenschaften sind am wichtigsten, um beruflich erfolgreich zu sein?

Für mich persönlich: Fleiß, Ruhe bewahren Mut, die Probleme – die leider auch mal vorkommen – als Herausforderung zu sehen. Ganz wichtig ist ebenfalls, dass man nie den Respekt vor anderen Menschen verliert. Man sollte sich immer bewusst sein, dass das größte Kapital eines Unternehmens die motivierten Mitarbeiter sind.

Welches Buch oder welche Person hat Sie am meisten beeinflusst und warum?

Meine Eltern waren immer meine Vorbilder, weil sie mich auf den richtigen Weg gebracht haben. Dieter Schwarz, der Gründer von DS Produkte, ist eine der wichtigsten Personen in meinem Leben. Er machte mich zum Unternehmer.

Welcher Moment war einer der wichtigsten in Ihrer beruflichen Laufbahn?

Der wichtigste Moment in meiner beruflichen Laufbahn war tastsächlich mein erster Deal: Die Ausbildung bei Möbel Kraft. Ich wollte als Jugendlicher unbedingt eine Ausbildung bei Möbel Kraft machen. Mein Vater hat da gearbeitet – und ich sah mich da auch. Der Personalchef allerdings nicht. Jedenfalls nicht ohne einen Realschulabschluss. Also schlug ich ihm einen Deal vor: Ich mache den Abschluss und er gibt mir dafür den Ausbildungsplatz. Das fand er so frech, dass er sich darauf eingelassen hat.

Ein halbes Jahr vor Abschluss ging ich dann noch einmal mit meinem Zwischenzeugnis zu ihm hin. Nach einem Blick auf meine Noten hat er gefragt, ob das mein Ernst wäre. Aber unser Deal beinhaltete ja nur den Abschluss – egal, ob gut oder schlecht.


Mit welchen Aktivitäten schaffen Sie sich einen Ausgleich zum Berufsalltag?

Ich wünschte, dass ich sagen könnte, dass ich ein wenig mehr sportlich aktiv bin und nicht nur Sport im Fernsehen schaue. Ich setze das gleich mal wieder auf die Vorsatzliste für 2021.

Welche Marketing-Tools sind die effektivsten, um ein Unternehmen erfolgreich am Markt zu positionieren?

Das gibt es nicht die eine Antwort drauf, denn sonst würde ja niemand auffallen, wenn alle das gleich machen würde. Gerade als Startup hat man meist kein großes Marketingbudget und dann ist Kreativität gefragt. Man sollte sich fragen, wie man sich absetzen und auffallen kann.

Gibt es noch berufliche Ziele, die Sie erreichen möchten oder Projekte, die Ihnen am Herzen liegen?

Aktuell bin ich wirklich super zufrieden. Als Unternehmer muss man stets und ständig überlegen wie man sich weiterentwickeln kann und daher gehört es dazu sich immer auch mit Neuem zu beschäftigen. Da setzt man sich natürlich Ziele, die man kurz-, mittel- und langfristig erreichen will. Neben meinem Team, liegen mir die Gründerinnen und Gründer sehr am Herzen. Es macht unheimlich viel Spaß sie bei ihrem Unternehmensaufbau zu begleiten.

Foto: Rieka Anscheit


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