Simone Nierhaus – Chief Business Development Officer, Flyeralarm

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Simone Nierhaus ist Geschäftsführerin der Flyeralarm Futurelabs GmbH sowie Chief Business Development Officer bei der Flyeralarm GmbH.

In unserem Karriere-Interview spricht Simone Nierhaus über die Anfänge Ihrer Karriere, über Einstellungsgespräche, berufliche Netzwerke und Marketing.



MANAGERS WAY: Mit welchen drei Worten würden Sie sich selbst beschreiben?

Simone Nierhaus: Ich würde sagen authentisch, zielstrebig, veränderungsliebend sind meiner hervorstehenden Eigenschaften.

Waren Sie eine gute Schülerin und was war Ihr Traumberuf während der Schulzeit?

Ich hatte das Glück, dass mir die Schulzeit nicht sehr schwergefallen ist. Allerdings stand ich dann auch vor der Herausforderung der Orientierung, da ich nicht wie viele andere ein klares Stärkenprofil in eine sprachliche, mathematische oder naturwissenschaftliche Richtung hatte. Eine Zeit lang wäre ich gerne Meeresbiologin geworden, habe mich aber dann für ein klassisches BWL-Studium entschieden, da mir die Breite der Einsatzmöglichkeiten gefallen hat.

Warum haben Sie Ihren jetzigen Beruf gewählt und sich für die Geschäftsführung bei einem der führenden Online-Druckereien Europas entschieden?

Bei mir zieht sich ein roter Faden durch den Lebenslauf und das ist das Thema „Aufbauarbeit“. Mir macht es unglaublich viel Spaß, wenn es in einem Unternehmen noch keine festgefahrenen Strukturen gibt und gerade etwas Neues entsteht. Ich liebe es Freiräume und Gestaltungsmöglichkeiten zu haben sowie schnelle Entscheidungen treffen zu können. Genau das habe ich hier gefunden.



Gab es Zeiten, an denen Sie an Ihnen als Unternehmerin gezweifelt haben?

Ja, die gab es in der Tat. Vor meinem jetzigen Job habe ich viele Jahre in großen Konzernen verbracht. Ich habe mir dann anfänglich die Frage gestellt, ob ich auch in anderen Strukturen erfolgreich sein kann.

Welche Eigenschaften sind am wichtigsten, um beruflich erfolgreich zu sein?

Ich hatte das große Vergnügen sehr viele, gerade junge Menschen in Einstellungsinterviews zu treffen und die Frage kam fast immer – was muss ich machen, um erfolgreich zu sein. Meine Antwort war stets: gesunder Menschverstand, Neugierde, Selbstreflektion, Empathie, auch im Sinne von einem ehrlichen Interesse an Menschen, gerade in Führungspositionen.

Welches Buch oder welche Person hat Sie am meisten beeinflusst und warum?

Hier muss ich wohl enttäuschen: Ich lese gerne, habe aber kein spezifisches Buch, dass mich geprägt hat. Ich habe tatsächlich am meisten von den Menschen in meinem Umfeld mitgenommen, denn ich habe einige außergewöhnlicher Unternehmer und Top-Manager im Laufe meiner 20 Berufsjahre im In- und Ausland getroffen. Oft sind es prägnante Eigenschaften, die mir besonders gefallen und die den Menschen für mich ausmachen: Visionskraft, Führungsstärke in Krisen, mitreißende Kommunikationsfähigkeiten, Flexibilität gerade in Veränderungsprozessen, usw.

Was war das größte berufliche Erfolgserlebnis, das Sie bisher hatten?

Da gibt es nicht ‚das‘ Erfolgserlebnis. Aber ich bin schon stolz darauf, dass ich sprichwörtlich nie Angst vor kaltem Wasser hatte und immer gesprungen bin. Ich habe einen tollen und sicheren Job in Deutschland aufgegeben und habe mich auf den Weg nach Shanghai gemacht. Ich habe bei Bayer damals als Exotin mit BWL-Studium unter Medizinern und Gesundheitsökonomen einen Job angenommen, den andere mir Respekt beäugt haben, weil man sich auch der politischen Dimensionen bewusst war, die diese Aufgabe mitbrachte.



Gibt es internationale Unternehmer*innen, mit denen Sie sich vergleichen oder von denen Sie lernen?

Vergleiche mit anderen Unternehmer*innen mache ich per se nicht. Was ich sehr zu schätzen weiß ist, dass ich seit 2012 mit „Generation CEO“ Teil eines Netzwerk mit herausragenden Top-Managerinnen und Unternehmerinnen bin. Ich habe bislang noch kein Netzwerk erlebt, dass so erfolgreiche und menschlich großartige Frauen in (inter)nationalen Spitzenpositionen vereint. Jeder Austausch ist für mich eine absolute Bereicherung.

Welche Marketing-Tools sind die effektivsten, um ein Unternehmen erfolgreich am Markt zu positionieren?

Ganz klar alle Tools, die zur Sichtbarkeit beitragen, heutzutage vor allem Online. Die Herausforderung besteht darin, einen für jedes Unternehmen optimalen Mix zu finden. So sehen wir, dass beispielsweise in Zeiten von Corona der Anteil an Social Media-Anzeigen nach oben geht, aber auch klassische Kanäle wie Postwurfsendungen oder Mailings einen hohen Stellenwert haben, gerade wenn Unternehmen versuchen, regionale Aufmerksamkeit zu erreichen.

Daher ist es wichtig, von der Zielsetzung auszugehen: Will ich meine Markenpositionierung stärken, möchte ich mehr Traffic in einem Store, möchte ich meine Online-Verkäufe fördern und so weiter. Nach den Zielen richtet sich die Wahl und Ausgestaltung der Tools – alle leisten ihren Beitrag, ob online oder offline!




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Gibt es noch berufliche Ziele, die Sie erreichen möchten oder Projekte, die Ihnen am Herzen liegen?

Ich wollte und will immer meinen ‚Fußabdruck‘ hinterlassen. Aktuell will ich dazu beitragen, dass die Firma FLYERALARM als regionales Familienunternehmen in meiner Heimat durch eine Ausweitung neuer Produkte und Services, insbesondere der digitalen Geschäftsfelder, für die nächsten Jahrzehnte seine marktdominierende Stellung weiter ausbaut. Diese Firma hat eine einzigartige Erfolgsstory hingelegt, einen beeindruckenden Gründer und CEO und ich sehe sehr viel Potenzial.


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